Aus der Praxis

Der Hausnotruf rettet Leben. Älteren und pflegebedürftigen Menschen sowie deren Angehörigen bietet er zusätzliche Sicherheit. Nutzerinnen und Nutzer berichten:


Hannelore Meinhold: „Schnelle Hilfe – auch unterwegs“

Hannelore Meinhold geht gerne und häufig auf Ausflüge – ob mit ihren Kindern oder der Seniorenreisegruppe. Diese Leidenschaft kann sie auch mit ihren 92 Jahren ausleben – zumal der Hausnotrufdienst ihr auch ein mobiler Begleiter ist.

Mit zunehmendem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit gesundheitlicher Beschwerden, die oft unerwartet auftreten: Ob ein Sturz oder plötzlicher Schwindel – schnelle Hilfe ist in solchen Fällen unerlässlich, besonders bei alleinlebenden Seniorinnen und Senioren. Vorsorge ist besser als Nachsorge – das weiß  auch Hannelore Meinhold. Seit rund zwei Jahren vertraut sie einem Hausnotrufdienst: „Zu Hause trage ich das Armband, und wenn es auf Ausflüge geht, trage ich das mobile Notrufgerät am Hals.“ Falls mal was passiere, sei sie nie auf sich allein gestellt.

„Es passiert ja immer mal was in meinem Alter und da ist man natürlich froh, wenn schnell Hilfe da ist.“

Hannelore Meinhold, 92 Jahre, aus Düsseldorf

Die 92-jährige Hannelore Meinhold lebt allein. Solange wie möglich will sie sich diese Unabhängigkeit bewahren. Über Nachbarn hat sie vor über zwei Jahren vom roten Knopf erfahren. Sie informiert sich, bespricht sich mit ihren Kindern und entscheidet sich für einen Dienst. Besonders wichtig war ihr, dass sie den Hausnotruf sowohl in ihrer Wohnung als auch unterwegs nutzen kann. Sie wählt daher ein mobiles Gerät, das sie auch mit auf Spaziergänge oder Reisen nehmen kann.

Benutzen musste Hannelore Meinhold den Hausnotruf bislang – glücklicherweise – noch nicht. Nur einmal hat sie ihn ungewollt aktiviert: „Ich laufe gerade die Treppe runter, da drücke ich aus Versehen auf den Knopf“, erinnert sie sich lachend. „Es meldete sich direkt jemand. Ich war aber total verwundert, dass das Gerät plötzlich anspringt und dachte mir ‚Was möchten die denn nun von mir?‘“

„Ich bin natürlich sehr froh, dass im Notfall Hilfe da ist. Denn so schnell können meine Kinder auch nicht auf der Matte stehen.“

Das Tragen des Kopfes habe ihr Sicherheitsgefühl enorm gesteigert, sagt die Düsseldorferin heute: „Zu wissen, dass Hilfe im Notfall schnell zur Stelle ist, ist eine große Entlastung.“ Zwar ist sie draußen oftmals im Beisein von Begleitpersonen unterwegs, aber mit dem roten Knopf gehe sie gern auch wieder allein spazieren.

Zusätzlich sei es für ihre Kinder eine Entlastung zu wissen, dass Hilfe schnell eintreffen kann: „So schnell können meine Kinder auch nicht auf der Matte stehen, die wohnen weder im Haus noch nebenan.“ Wie die Kinder von Hannelore Meinhold sehen es laut aktueller Umfrage rund 90 Prozent der Angehörigen von Hausnotrufnutzern: Die Dienste entlasten, man muss sich weniger Sorgen machen.

Dank der mobilen Variante des Notrufgeräts können Senioren noch lange mobil bleiben, wie Hannelore Meinhold beweist. „In meiner Reisegruppe haben viele ebenfalls einen solchen Knopf dabei. Man fühlt sich sicher – auch unterwegs.“


Lore Hirrlinger: „Der rote Knopf gibt mir Sicherheit“

2009 entscheiden sich Lore und Walter Hirrlinger für den Hausnotruf – dass er einige Jahre später eine lebensrettende Rolle einnehmen wird, ahnen sie damals noch nicht.

Rund eine Million Menschen nutzen in Deutschland Hausnotrufdienste. Oftmals haben sie im Vorfeld Situationen der Hilflosigkeit erlebt, beispielsweise nach Stürzen. So auch beim Ehepaar Hirrlinger: „Mein Mann war 2009 hingefallen und ich konnte ihm nicht helfen, wieder aufzustehen. Uns blieb nur der Anruf beim Rettungsdienst, der für solche Hilfen doch gar nicht da ist. Da wussten wir, dass wir den Hausnotrufdienst brauchen.“

„Im Notfall ist sofort jemand für mich da.“

Lore Hirrlinger, 93 Jahre, aus Esslingen in Baden-Württemberg

Gestürzt war der damals 80-jährige Walter Hirrlinger vorher schon häufiger. Eine schwere Kriegsverletzung zwingt ihn dazu, an zwei Unterarmstützen zu gehen. Jede Türschwelle und jeder Teppich wird da schnell zur Stolperfalle. Im Dezember 2017 fällt der Senior nachts aus dem Bett. Lore Hirrlinger drückt den roten Knopf, eine viertel Stunde später ist Hilfe da, und der große Mann wird mittels eines Hebekissens aufgerichtet. Lore Hirrlinger: „Ich werde nie vergessen, wie die Frau vom Hausnotrufdienst damals meinte: ‚Oh, das sieht nicht gut aus, das ist ein Schlaganfall.‘“ Mit Blaulicht wird ihr Mann in die Klinik gebracht – gerade noch rechtzeitig.

Bei den Hausnotrufdiensten arbeiten qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. In diesem Fall eine examinierte Krankenschwester. Bis der Rettungsdienst da ist, erfasst sie die Vitaldaten und misst den Blutzuckerspiegel – womöglich lebensrettende Zeit wird so gespart.

„Der Hausnotruf gibt mir einfach Sicherheit. Wenn was ist, muss ich nicht erst zum Telefon, um Hilfe zu holen.“

Seit dem Tod ihres Mannes vor drei Jahren lebt Lore Hirrlinger nun allein in der großen Wohnung, oberhalb von Esslingen gelegen, mit Blick auf die Schwäbische Alb. Den Hausnotrufdienst musste sie seitdem noch nicht in Anspruch nehmen. Wichtig ist er für sie dennoch: „Gerade wenn man allein wohnt, ist es unglaublich beruhigend zu wissen, dass man kurzfristig Hilfe erhält“, sagt sie. „Das gilt nicht nur für mich, sondern auch für meine Freunde.“ Und dann erzählt sie noch die Geschichte von einer Bekannten, die vor wenigen Jahren am helllichten Tag in der Wohnung überfallen wurde. Die rüstige Rentnerin drückte den roten Knopf, kurz darauf erkundigte sich eine Hausnotruf-Mitarbeiterin über die Sprechanlage nach dem Befinden – und der Dieb suchte das Weite.